03. Dezember 2007
Teddy Mohammed: Clemens M. Hutter klärt uns über den Islam und die Muslime auf
Clemens M. Hutter erklärt in der “Wiener Zeitung” den Teddy Mohammed als Dummheit und die Mohammed Karikaturen als Beleidigung. Wer sich in ein islamisches Land begibt, der solle sich psychologisch und religiös vorbereiten. Man müße um die religiöse Befindlichkeit der Muslime sowie die Tatsache wissen, daß der Islam weder Aufklärung noch Trennung von Staat und Religion erfahren habe.
Kaum ist die britische Lehrerin im Sudan der Peitsche eines islamischen Henkers und einer mehrmonatigen Haft entgangen (hier lesen), da wagen sich im Westen die ersten Islamversteher in die Öffentlichkeit.
Über Toleranz und den Druck zur Aufklärung
Toleranz
Clemens M. Hutter, der bis 1995 Ressortchef Ausland bei den “Salzburger Nachrichten” gewesen ist, erklärt heute in einem Kommentar in der “Wiener Zeitung”, daß diverse Aufreger im Islam ihre Ursachen im Fehlverhalten der Europäer gegenüber muslimischen hätten. Huttner fordert Toleranz für einen vernünftigen Dialog zwischen religiösen Kulturen. (1)
Bildungslücken
Der Islam hat, nach Darstellung von Herrn Hutter, nie eine Phase der Aufklärung durchlebt, weshalb dessen Anhänger empfindlich auf Kritik reagieren. Man sollte sich, so wohl die Meinung von Herrn Hutter, tolerant, d.h. nachsichtig gegenüber den Muslimen verhalten, bis diese denn, nach einer Phase der Aufklärung, u.a. mit Kritik besser umgehen können.
Bis zu einer Aufklärung des Islam müßen sich die Europäer demnach gegenüber Muslimen zurückhalten und der Ausbreitung des Islam tolerant und geduldig zuschauen.
Erziehungslücken
Einmal davon abgesehen, daß auch Herr Hutter den politisch inkorrekten Fehler macht, Muslime als unmündige, weil nicht augeklärte Kinder zu sehen, welche es mit Nachsicht zu behandeln gilt, während diese trotzig und zornig gegen die Schienbeine von aufgeklärten Erwachsenen treten, weil diese sie durch die Wegnahme des Teddybären provoziert haben, geht der ehemalige Wiener Ressortchef davon aus, daß der Islam zu einer Phase der Aufklärung fähig ist.
Vielleicht wollen die Muslime gar keine Aufklärung?
Der Druck zur Aufklärung: “Kante zeigen!”
Die Sichtweise von Menschen als unmündig, d.h. aus unserer Sicht als nicht aufgeklärt, ist eben so intolerent und arrogant, wie die Forderung gegenüber einer anderen Religion nach deren Aufklärung in unserem europäischen Sinn.
Selbst wenn eine Phase der Aufklärung im Islam möglich wäre, so wird sich diese nicht freiwillig, d.h. ohne äußeren Druck ergeben, wie wir dies aus der Geschichte des Christentums kennen. Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber unmündigen, weil nicht aufgeklärten Menschen hat noch nie zu deren freiwilliger Kultivierung und Zivilisierung in unserem Sinne geführt - ganz im Gegenteil, hier ist “Kante zeigen” (2) angesagt.
Muslime sind erwachsene Menschen
Entweder sind Muslime unmündige, weil nicht aufgeklärte Kinder, dann muß man sie erziehen. Oder aber Muslime sind gleichwertige, weil erwachsene Menschen, dann muß man sie an ihren Worten und Taten messen, ihnen demgemäß, dabei mit Stolz und Selbstbehauptung, auf Augenhöhe entgegentreten
Quelle:
1) Wiener Zeitung - Teddybär Mohammed und die Bildungslücke
2) Welt Online - CSU will Muslimen eine “klare Kante zeigen”
Posted in Christentum, Dhimmi, Islam on Dez 3rd, 2007 by Wilhelm Entenmann
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