05. Dezember 2007
Präses der Evangelischen Kirche will Moscheen erlauben
Religionsfreiheit in der Türkei verletzt Gefühle der Muslime: Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Mitglied im Rat der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), fordert einen anderen Stil bei Diskussionen über den Bau von Großmoscheen in Deutschland. Die “verletzende Schärfe” solle aus der Diskussion genommen werden, so Präses Nikolaus Schneider aus Düsseldorf.
Den Diskussionen um den Bau von Groschmoscheen möchte Präses Schneider die “verletzende Schärfe” nehmen, weshalb er für den prinzipiellen Bau von Moscheen plädiert. In Diskussionen solle nicht mehr über die Religionsfreiheit in der Türkei diskutiert werden. Dennoch solle eine kritische Auseinandersetzung möglich sein, weshalb sich Schneider hinter die EKD-Schrift “Klarheit und gute Nachbarschaft” (1) stelle. (2)
Wer solche Feinde hat, der braucht keine Freunde mehr
Diskussionen eine “verletzende Schärfe” nehmen möchte also Präses Schneider, und deshalb nicht länger die Situation von Christen in der Türkei in die hiesigen Diskussionen um geplante Moschen einbringen.
Schneider hat wohl erkannt, daß Muslime eine Art von Seele besitzen, welche selbst durch die Nennung eigener Fehler zu zerbrechen droht. Eine Seele, welche bereits angesichts der EKD-Schrift “Klarheit und gute Nachbarschaft” heftige Qualen erleidet (3).
Getroffene Hund klagen und jammern
Dies gibt uns ungewollt Einblick in die Gespräche zwischen der EKD und den Vertretern der Muslime in Deutschland, welche meist einen türkischen Migrationsuntergrund besitzen.
Es scheint, daß Herr Schneider die Erfahrung gemacht hat, daß Muslime in Deutschland “verletzt” reagieren, wenn man mit ihnen über die staatliche Unterdrückung und Verfolgung von Christen, ja gar über Morde an Christen in der Türkei spricht.
Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr
Radio Muezzin wartet nun stündlich auf Reaktionen von Christen in der Türkei, welche sich von Präses Schneiders Stillhalten gegenüber ihrem Schicksal “verletzt fühlen” könnten.
…und Martin Luther wußte einst zu prophezeien:
Denn der Türke ist der Mann, der dich lernen wird, was du itzt für gute Zeit hast. […] der Türke weiß den Adel zu mustern und zu demütigen, die Bürger zu züchtigen und gehorsam zu machen, die Bauern zu zähmen und den Mutwillen zu büßen. Darum dencke und sei fromm und bitte Gott, dass der Türke nicht dein Schulmeister werde, das rat’ ich dir. Er hats vor Wien all zu gräulich bewiesen, wie ein wüster unsauberer Zuchtmeister er sei.
Eine Heerpredigt wider den Türken, D. Mar. Luther. Anno 1529 (4)
Quellen:
1) Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
- Klarheit und gute Nachbarschaft (PDF-Datei, 384 KB)
2) idea.de - Rheinischer Präses: Schärfe aus Moschee-Diskussion nehmen
3) islam.de - Profilierung auf Kosten der Muslime
4) Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung Schule und Bildung
- „Europäische Identität“ – eine Leitkategorie für nachhaltiges Lernen im Geschichtsunterricht: Unterrichtsmaterialien für Klasse 7 (HTML-Version)
Posted in Christen, Deutschland, Evangelische, Moschee, Türkei on Dez 5th, 2007 by Wilhelm Entenmann
5 Responses to “Präses der Evangelischen Kirche will Moscheen erlauben”
Hinterlasse Dein Salat
You must be logged in to post a comment.

Es gibt sowas wie Alterstarrsinn und wenn sich dann noch das grosse Vergessen ausbreitet, passiert exakt das, was mit diesem evangelischen Präses geschehen zu sein scheint.
@1anaximander:
…da ist dann aber mal viel Altersstarrsinn unterwegs, bei den evangelischen UND den katholischen Geistlichen.
Ich habe gerade eben eine Meldung aus dem Vatikan bekommen, welche Forderungen enthält, die auf ähnlichen Annahmen beruhen.
Hm, wo ist die Meldung?
Präses … hört sich irgendwie versaut an. Wie heißen die denn in der Schweiz? Verhüterli?
@3anaximander:
Die Meldung aus dem Vatikan bzw. den katholischen Interkulturalisten und Transreligionalisten (nennt man die so?), ist hier nicht verlinkt. Ich wollte mir diese für einen extra Beitrag aufheben.
Mmmh, ich bastle noch am hiesigen Sprachstil.
Das muß kürzer und witziger, bei allem aber verständlicher und inhaltsschwanger(er) werden.
@4Gilbert:
Das ist auch mein erster Gedanken gewesen, aber irgendwie bereiten derart Verhütungsmittel dem fruchtbaren Schoß den Weg, als daß sie dessen Ausgeburten den Weg zu verhindern bereit wären.
Bezüglich der Schweiz mußt Du anaximander fragen.