07. März 2008
Verschleierung von Skulpturen zum Frauentag
Zum internationalen Frauentag: Anonyme Gruppe für demokratisches und freiheitliches Denken verschleierte in Berlin, Braunschweig, Dortmund, Düsseldorf, Helsinki, Moskau, Tampere und Turku die Statuen von Frauen mit einer Burka oder einem Kopftuch.
Wie bereits in früheren Jahren, so wurden auch zum diesjährigen internationalen Frauentag in acht europäischen Städten wieder Skulpturen mit Burka oder Kopftuch verschleiert. Schärpen mit der Aufschrift “Gleichberechtigung” dabei auf einen grundlegenden europäischen Wert hinweisen. Zusätzlich angehängte DIN A3 Schilder stellen entsprechende, sich deutlich widersprechende Aussagen von Koran und Menschenrechten gegenüber.
Radio Muezzin veröffentlicht die uns zugegangene Presseerklärung der “Anonyme Gruppe für demokratisches und freiheitliches Denken” und gibt im Anschluss Linktipps, welche u.a. auf Bilder der verschleierten Skulpturen bei Flickr verweisen.
Pressemitteilung, 07.03.2008: Aktion zum internationalen Frauentag
Mit dieser Aktion soll deutlich gemacht werden, dass sich in unseren freien Ländern eine schleichende Islamisierung ausbreitet, die die europäische Idee von EINHEIT IN VIELFALT unterwandert. Gerade die Tatsache, dass muslimische Frauen zunehmend Kopftuch oder Burka tragen, ist sichtbarer Ausdruck dessen, dass unsere freiheitlichen Werte - die Rechte der Frau, Demokratie sowie freiheitliches und säkulares Denken - in unseren Ländern unterwandert werden und auf Dauer bedroht sind.
Mit der Verschleierung von Skulpturen wollen wir darauf aufmerksam machen, dass es jetzt gilt, sich unserer freiheitlichen Werte bewusst zu werden, sie zu schützen und sich für sie einzusetzen. Unsere westlichen, positiven Errungenschaften wie Gleichberechtigung von Mann und Frau, persönliche Freiheit, Menschenrechte und die Würde des Einzelnen sind keine verhandelbaren Werte! Wir wollen aufzeigen, dass es erhebliche, zum Teil unvereinbare Unterschiede zwischen der muslimischen und der demokratisch denkenden Welt gibt.
Viele Muslime lassen sich von religiösen Systemen und dem damit untrennbar verbundenen Rechts- und Verhaltenskodex Sharia leiten. So entstehen immer sichtbarer Parallelgesellschaften, in denen ganz andere Werte und Regeln als die unseren gelten, welche auf Gleichberechtigung, persönlicher Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung beruhen. In muslimischen Parallelgesellschaften, die sich vorwiegend auf den Koran und die Sharia beziehen, wird dagegen die vermeintliche Ehre einer muslimischen Frau für wichtiger gehalten als ihre Ausbildung oder Selbstbestimmung.
Beide, sowohl Koran als auch Sharia, sind nicht beliebig interpretierbar. Weder die theologischen Autoritäten noch die muslimische Bevölkerung in Europa stellen den Inhalt dieser beiden ernsthaft in Frage. In muslimisch geprägten Ländern genauso wie in muslimisch geprägten Parallelgesellschaften ist die Frau erheblich unterpriviligiert. Der höhere soziale Status des Mannes (hinsichtlich justiziellen Fragen, Familien- und Eherecht) und die bei Mann liegende Entscheidungsbefugnis (auch hinsichtlich sexueller Angelegenheiten) zeigen nicht nur die religiöse, sondern auch die kulturelle Beschränkung der muslimischen Frau.
Eigentlich sollte jeder einzelne Bürger die grundlegenden Gesetze seines Landes kennen, verstehen und respektieren, unabhängig davon, ob es sich um sein Heimatland handelt oder nicht.
Dass Menschen in unseren freiheitlichen Ländern, allen voran muslimische Frauen, dennoch unfrei leben müssen, ist nicht nur ein Zeichen für die gescheiterte Integration. Es zeigt auch, dass Islam und westliche Werte offensichtlich unvereinbar sind.
Sinn unserer Aktion ist zu vermitteln, dass es in unserer Gesellschaft bereits Tabuthemen gibt, über die man aus Angst, als rassistisch zu gelten, nicht mehr zu sprechen wagt. Es kann jedoch niemals rassistisch sein, sich für die Menschen-und freiheitsrechte muslimischer Frauen einzusetzen. Es gibt keinen vertretbaren Grund, diese Frauen alleine ohne Aussicht auf Hilfe und Ausbildung sich selbst zu überlassen, ob sie nun in demokratischen oder von der Sharia geprägten Ländern leben.
Deshalb möchten wir mit den zwei DIN A3 Schildern und ihren Inhalten die Wertesysteme miteinandervergleichen; eines hat einen Artikel der Allgemeinen Menschenrechtserklärung zum Inhalt, und das andere eine Sure aus dem Koran:
“Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.”
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Art. 1“Und wenn ihr fürchtet, dass Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie.”
Koran, Sure 4,34Wo aber sind die Frauenrechtlerinnen, die sich so sehr für die Rechte der westlichen Frauen im Westen eingesetzt haben? Warum denken wir nicht darüber nach, dass die Menschenrechte stets in ihrer Vollständigkeit umgesetzt werden sollten und dass weder der Koran noch die Sharia mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 in Einklang zu bringen sind?
Wir fordern jeden einzelnen Bürger auf, hinsichtlich dieser Tabuthemen etwas zu tun, aber auch den Staat selbst. So besagt zum Beispiel der dritte Teil der Limburger Prinzipien, die von einer Gruppe von Menschenrechtsexperten der VN 1986 erarbeitet worden sind, dass der Staat für die volle Verwirklichung der Menschenrechte Sorge zu tragen habe, wo dies noch nicht gegeben sei. Damit haben wir die Verantwortung, muslimischen Frauen zur Seite zu stehen und sie unterstützen, wo auch immer sie unter schwierigen Verhältnissen leben.
Anonyme Gruppe für demokratisches und freiheitliches Denken
Links zur Aktion
Flickr: Fotos von Veiled Statues, hier.
Blog: The Veiling of Sculptures and Statues Campaign, hier.
Mannheim, den 07.03.2008, 11:54 Uhr.
Posted in Europa, Frauen, Islamisierung on Mrz 7th, 2008 by Wilhelm Entenmann

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